Wohnwagen-Shopping im Pandemie-Style
Manchmal passieren die besten Geschichten genau dann, wenn man sie am wenigsten erwartet – oder wenn man gerade dabei ist, sich in einem Meer aus Wohnwagen zu verlieren. So ungefähr war das bei uns.
Es war mitten in der Corona-Zeit – ihr erinnert euch: Abstand halten, Maske auf und überall roch es nach Desinfektionsmittel statt nach frischem Kaffee. Trotzdem wagten wir uns raus aus dem Lockdown-Trott und rein ins Abenteuer „Wohnwagen kaufen“. Ziel: Schmidtmeier in Steinenbronn.
Und wir waren nicht allein. Meine Eltern waren mit dabei – als unsere persönlichen Camping-Coaches, mit jahrzehntelanger Erfahrung und mindestens genauso viel Meinung zu jedem Grundriss.


Im Wohnwagen-Wunderland
Beim Schmidtmeier angekommen, standen wir plötzlich in einer Art rollendem Schlaraffenland. Wohnwagen soweit das Auge reicht. Jeder anders, jeder mit seinen Vor- und Nachteilen – und jeder potenziell unser neuer Lieblingsort auf Rändern.
Während wir uns noch fragten, ob wir eher Stauraum oder Sitzkomfort priorisieren, kamen von meinen Eltern die richtig praktischen Hinweise. Meine Mama zum Beispiel, ganz der Profi, warf einen Blick auf die Toilettenklappe und meinte: „Wenn euer Platz später andersrum steht, dann leert ihr die Kassette nie wieder. Viel Spaß.“
Tja – der Teufel steckt eben im Detail. Und wir waren dankbar für solche Tipps, bevor wir mit dem Deckel auf der falschen Seite im Dauercamping-Dschungel gelandet wären.
Der Hobby-Moment
Nach einigem Hin und Her, zehnmal Ein- und Aussteigen und einem inneren Entscheidungsduell zwischen Herz und Hirn, war er dann da: unser Wohnwagen. Ein schicker Hobby Excellent, mit allem was das Campingherz braucht – und vor allem mit dem Klo auf der richtigen Seite.




Gerade als wir unterschrieben hatten, kam die Nachricht: Am nächsten Tag – wieder Lockdown.
Timing ist (fast) alles
Ein Tag später, und das Wohnwagenabenteuer hätte Monate auf Eis gelegen. Kein Hobby, kein Dauerstellplatz, kein Campingglück. Manchmal braucht es eben ein kleines Quäntchen Glück und ein gutes Bauchgefühl – und Eltern, die wissen, wie rum der Deckel zum Klo sein muss.
Heute steht unser Hobby fest auf dem Dauerstellplatz am Breitenauer See. Und bei jedem Besuch erinnern wir uns an diesen verrückten Tag, an den Schmidtmeier, an Corona- und daran, dass Timing (und ein Blick für Details) manchmal alles ist.



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